Datenschutzbeauftragter

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Welchen Vorteil hat ein externer Datenschutzbeauftragter gegenüber einem internen, betrieblichen Datenschutzbeauftragten?

 

Daß ein externer Datenschutzbeauftragter zunächst keine Kenntnisse der Betriebsabläufe und Prozesse Ihres Unternehmens hat, mag auf den ersten Blick als Nachteil erscheinen. In der Praxis sollte sich jedoch herausstellen, dass der externe Datenschutzbeauftragte nicht nur auf dem Gebiet des Datenschutzrechts, sondern auch in den Bereichen Informationstechnologie, Betriebswirtschaft und Schulungen Fachkunde besitzt.

Erfolgreicher Datenschutz basiert zu einem nicht unwesentlichen Teil auf Erfahrung. Und die bringt ein externer Datenschutzbeauftragter speziell in den Initierungs- und Umsetzungsphasen von Datenschutzrichtlinien ein. So entbindet ein externer Datenschutzbeauftragter die in Ihrem Unternehmen ohnehin anderweitig ausgelasteten Ressourcen von Konzeptions- und Planungsaufgaben.

Bei der Benennung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten kann es gerade in kleineren und mittelständischen Unternehmen zu einer Interessenkollision kommen. Wie soll sich z.B. ein Mitarbeiter der IT verhalten, der als Datenschutzbeauftragter mit der Situation konfrontiert wird, einen Auftrag durchzuführen, der nicht in vollem Umfang gesetzlichen Regelungen entspricht? Als Mitarbeiter Ihres Unternehmens hat er den Auftrag durchzuführen. Als Datenschutzbeauftragter hat er die Unternehmensführung über den Widerspruch des Auftrags zu gesetzlichen Regelungen zu unterrichten und auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften hinzuwirken. Analoge Interessenkonflikte können sich natürlich auch bei der Bestellung eines Mitarbeiters Ihrer Finanzabteilung oder Ihrer Personalabteilung zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten ergeben.

 

Ein externer Datenschutzbeauftragter ist in der Beurteilung der Gesetzmäßigkeit einer Erhebung oder Nutzung von personenbezogenen Daten ausschliesslich den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet.